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Sicherheit in Bruchköbel? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
27.05.2005

Immer gut Lachen mit unserem GeldHaben Sie sich nicht auch schon oft gefragt, wie lange sie von den Meisterblendern der Bruchköbeler CDU eigentlich noch für dumm verkauft werden wollen? Wird es ihnen etwa auch ständig übel, wenn das Rathaus wieder seine wöchentlichen Pressemeldungen im Bruchköbeler Kurier verjubelt? Liebe ehrenamtlich tätige Mitbürger, wird ihnen auch schlecht, wenn die Bruchköbeler CDU gemeinsam mit dem CDU Innenminister über die tolle Sicherheit in unserer Gemeinde abfeiert, die von „ehrenamtlichen“ Polizeihelfern gewährleistet werden soll?

 

Ja, die von der Blockwarttruppe des Bürgermeisters bekommen tatsächlich sieben Euro pro Stunde aus der Gemeindekasse. Nein, nein Sie haben sich nicht verhört, verehrter Mitbürger. Die werden trotzdem „Ehrenamtliche“ genannt! Genau so, wie Sie in Ihrem schweren Amt, für das Sie Freizeit opfern und vielleicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Und was bekommen Sie? Eine Urkunde? Ja, so ist das mit den parteipolitisch eher unattraktiven Randpositionen unserer Gesellschaft. Sie funktionieren doch prima in Ihrem Ehrenamt! Wozu soll man Ihnen da noch ihr Steuergeld in den Rachen werfen? Hahaha. Nun wissen Sie, worüber man bei der CDU lacht, lieber Mitbürger.

 

Ärgern Sie sich nicht allzu sehr, liebe ehrenamtlich tätige Mitbürger, wir bauen an einer bürgerlichen Alternative zum unersättlichen Karrierepolitiker und werden schon ab März 2006 das Stadtparlament mit ganz normalen Menschen beleben, die genau so lebendig sind wie Sie und ich. Also eher untaktisch, weniger jubelnd, weniger elitär aber dafür ganz pragmatisch im klassischen Bürgersinn. Dann müssen Sie es sich nicht mehr anhören, dass eine 50-stündige Blockwart-Grundausbildung dazu beiträgt die Sicherheit in 5 Ortsteilen zu gewährleisten. Stimmt, lieber aufmerksamer Mitbürger, das Gegenteil wird nämlich der Fall sein. Sie sollen hier auch nur verarscht werden, weil die CDU gut dastehen will. Schön, dass Sie das gemerkt haben, nun müssen Sie nur noch wissen, dass Sie das bezahlen! Aber halten wir uns jetzt nicht an Kleinigkeiten auf wie der etwa, dass nur einer der ehrenamtlichen Blockwarte aus Bruchköbel stammt. Der Rest der Truppe wir nun in langen Spaziergängen zunächst unsere, laut CDU "familienfreundliche" Gemeinde kennen lernen müssen.

 

Nein, wir wollen nicht weiter vom Rathaus aus mit CDU-Erfolgsmeldungen bejubelt werden, weil uns das irgendwie unschön an die SED Propaganda erinnert. Da wurde die Welt auch ständig schöner gejubelt, obwohl die Realität für den Bürger längst ins Schäbige abgerutscht war. Genau wie hier im "Bruchköbeler Kurier" Funktionäre, Politiker und andere Trittbrettfahrer der CDU ständig tumb vor sich hin jubeln. Natürlich erinnern wir uns noch, wie teuer uns die DDR gekommen ist! Ja, wir kennen die Luxushäuser der Funktionäre. Das Volk ist zwar langsam, aber es vergisst nicht so, wie das die meisten Politiker noch glauben möchten.

 

Hören Sie die frohe Kunde angeekelter Bürger, dass Sie in Kürze mit einer Partei rechnen können, wo selbst Sie als ein von der Politik final angewiderter Mitbürger (wir verstehen Sie vollkommen!) sofort eintreten könnten. Da geht es nämlich ausschließlich um wirklich wichtige Dinge und nicht darum, Kleinwüchsige möglichst groß aussehen zu lassen oder einen Stadtrat besonders erfolgreich-, obwohl er bis zum Hals in einem tiefen Sumpf haarsträubender Skandale watet. Ja, und den Herrn Ratskandidaten Hormel wollen wir schon einmal darauf vorbereiten, dass er nach der Kommunalwahl im März 2006 bereits wieder entlassen wird, bevor er im Mai 2006 seine neue Position mit Rundumversorgung auf Bürgerkosten bezieht. Wir Bürger meinen nämlich, den Selbstbedienungsladen in Kommunen, Kreisen, Ländern und Bund endlich schließen zu müssen. Wir Bürger meinen, dass wir allemal mehr davon haben selbst in die Parlamente zu gehen, als diese weiterhin unseren gierigen Stellvertretern zu überlassen, die nur dann aufwachen, wenn es mal wieder einen Posten mit Rundumversorgung unter ihnen zu verteilen gibt oder Wahlen anstehen.

 

Wir freuen uns auf die nächste Kommunalwahl. Dann gehen die Türen unserer Parlamente auf und alle, die dort nichts für uns aber alles für sich selbst getan haben, werden mit langen Gesichtern vor die Tür gesetzt. Wenn es sein muss, mit Stuhl. Weil drinnen plötzlich lauter Bürger sitzen und mitreden wollen, wie ihre Steuern verteilt werden sollen. Die Steuern sind des Bürgers Fell. Das mag er sich nicht mehr so einfach über die Ohren ziehen lassen. Das ist halt euer Problem, Trittbrettfahrer: Ihr wisst nicht, wann es reicht! Weil ihr keine Ahnung habt, wie schwer es ist Geld zu verdienen. Ihr macht nur immer weiter mit den alten Verarschungsrezepten und merkt nicht, was sich da über euren Köpfen zusammenbraut. Es ist Eure Abwahl! Das Ende der Nassauer.

 

Also denken Sie sich doch schon mal in folgendes Szenario ein: Sie gehen zurück in ihre erfolglosen Anwaltspraxen, zurück in die unaufregende Verwaltung, aus der Sie einst gekrochen kamen oder arbeiten wieder genau wie jeder andere auch, zählen die Stunden und bekommen Steuern abgezogen. Dann scheitern Sie zwar in einem Alltag, wo sie nicht mehr wichtig sind und schon lange nicht mehr gebraucht werden. Aber das ist halt die tragische Note an Berufspolitikern: Ohne unser Steuergeld sind sie ein Nichts. Also: Keine Sicherheit mehr in Bruchköbel für politische Gaukler!

© Alle Rechte liegen bei den genannten Autoren.

so much
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