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Zurzeit poliert die Bruchköbeler CDU ihr altes Sheriff-Image wieder auf. Mangels schwächerer Gegner hat sie die Jugend im Fadenkreuz. Es handelt sich nicht um die Jugend, die sich kreuzbrav in Gemeindesälen oder bei der Feuerwehr trifft. Das ist im Weltbild des gefährlichen Biedermannes die gute Jugend. Weil die sich, für mich übrigens völlig unverständlich, den Arsch für das Ansehen einer Stadt aufreißt, die in ihrem Parlament das eigene Ansehen Sitzung für Sitzung tiefer in einen braunen Sumpf hinein stampft.
Es ist auch nicht die Jugend gemeint, die sich bereits angewidert von Bruchköbel abgewendet hat, weil sie glaubte, ansonsten im toten Winkel ersticken zu müssen. Die CDU nimmt genau die Jugend aufs Korn, die schon als Kind keinen Platz für sich in der Gemeinde gefunden hat. Es sind überwiegend Kinder finanziell überstrapazierter Familien, die in diesem Staat gerne verächtlich als "sozial schwach" in die Bedeutungslosigkeit herunter gespielt werden. Die Politiker gehen damit auf eine Jugend los, die von Staat und Gemeinde mutwillig sich selbst überlassen wurde. Das politische Establishment der "kinderlieben" Stadt zeigt mit dem Finger auf genau die Kinder, deren Eltern sich oft kein Extra-Ticket mehr nach Hanau, Windecken oder Frankfurt leisten können, wo aus gutem Grund noch passende Angebote für diese Jugend existieren. Maibach nimmt sich genau die vor, die nicht mehr wegkommen, die zu schwach zum Flüchten sind. So will er seinen Wählern Stärke demonstrieren. Stärke zeigt einer am ungefährlichsten, wenn er sich mit den schwächsten Gliedern einer Gesellschaft anlegt. So lässt sich ohne Gefahr auf einen Buhmann einschlagen. Die Mitläuferparteien SPD, FDP und Grüne sind bei diesem ruchlosen Skandal vorsorglich dabei. Die SPD verschanzt sich zur Legitimation gar hinter einer schwach geführten Diskussion. Wie erbärmlich doch das Gefühl sein muss, trotz innerparteilicher Kontroverse im Darmausgang ausgerechnet eines Herrn Maibach stecken zu bleiben. Viele Kinder sind in Bruchköbel gezwungen, sich auf Plätzen in der Öffentlichkeit zu treffen, wenn sie ein Gruppenerlebnis haben wollen. Nur aus diesem harmlosen Grund stehen sie manchmal vor dem REWE, oder bei schlechtem Wetter im Parkhaus. Das ist ihr Revier. Die Tanke ist zu teuer. Sie müssen sich dort treffen, weil ihnen diese Stadt niemals ein für sie passendes Angebot zugestehen wollte. Diese, von der Gesellschaft bereits in jungen Jahren mutwillig ausgegrenzten Kinder, sollen nach dem Willen der CDU nun mit einer „Satzung zur Gefahrenabwehr“ aus der Öffentlichkeit beseitigt werden. Die Kinder müssen deshalb verschwinden, weil ihre bloße Anwesenheit die von Nazis sozialisierten Alten in Angst und Schrecken versetzt hat. Nein, die haben ihr schändliches, böses Maul natürlich nicht gewetzt, bevor sie von der Jugend angepöbelt wurden. Die lieben doch Kinder über alles. Kinder sind in Dawillichleben immer willkommen. Solange sie leise, gesittet und unsichtbar sind. Damals, als noch Zucht und Ordnung herrschten, wurden Kinder, die sich nicht rechtzeitig anpassen konnten, ins Lager oder in Kasernen gesperrt. Falls ihr Willen nicht bereits zuhause totgeprügelt wurde. Nach der Lesart dieser schrecklichen Generationen hat ihnen das alles nicht geschadet. Man hat die Kinder aus den Lagern und Kasernen meistens nie wieder gesehen. Die fanden es woanders sicher schöner, erzählen sich die Alten heute noch. Da dem Bürger aus gutem Grund die vielfältigen Möglichkeiten dieser Erziehungsmethoden entzogen wurden, bedient er sich heute einer „Gefahrenabwehrsatzung“. Es ist kein Zufall, dass dieses Wortungeheuer klingt, als entspringe es dem Wortschatz von Faschisten. Beim Ursprung dieser kinderfeindlichen Gräuel der Stadtverordneten handelt es sich genau um die verbreitete, bürgerliche Regung, die Faschismus überhaupt erst ermöglicht: Das Bauchgefühl. Das ist eine unbestimmte Angst, die Unbehagen auslöst. Zur Linderung schiebt man eine imaginäre Schuld, legitimiert durch ungefähre Gefahr, dem schwächsten Mitglied der Gesellschaft in die Schuhe. Auch das Unbekannte, das einen immer brauchbaren Sündenbock hergibt, ist für diesen bürgerlichen Wohlfühl-Mechanismus sehr beliebt. Die Stadtverordneten nutzen nun ganz konkret, dumpfe, unbestimmte Ängste von hysterischen Rentnern. Jetzt räumen Politiker forsch zupackend mit dem vermeindlichen Gesindel auf unseren Straßen auf. Diese Saubermänner und -frauen tun nun endlich etwas für die gefühlte Sicherheit des Bürgers. Das muss die CDU jetzt zeigen. Dabei ist sie völlig kritiklos damit einverstanden, alle Mitglieder des Stadtparlamentes, löblich ausgenommen der BBB, in die Pflicht eines gemeinsam verübten Sozial-Faschismus zu nehmen. Wo Michael Roth noch kleine, schmucke Uniformmännchen zur Beruhigung des rechten Gemütes in das Stadtbild gestellt hat, da setzen Sie noch einen drauf und handeln total zielgerichtet, Herr Maibach. Sie merzen aus, nicht wahr? Bei Ihren Wählern kommt das sehr gut an. Genau dafür wurden Sie gewählt. Nun packen Sie das Wahlgeschenk aus. Die SPD führt ihm dabei dämlich grinsend die Hand zur Satzungs-Waffe. Ausgerechnet die SPD, die immer mal wieder irgendwas Schwaches für die Jugend ins Parlament hinein gelallt hat. Die Grünen, die vor jeder Wahl Gewichtiges zur Jugend verbreiten, aber drinnen im Parlament niemals das satte Körnermahlwerk dazu geöffnet haben, ernten sowieso nur noch den blanken Hohn vom politisch wachen Bürger. Die FDP der satten Rentner, die noch nie etwas zur Jugend gewusst hat, ist mir auf diesem Wege natürlich ebenso verständlich, wie eine nunmehr tief ins Bodenlose abgerutschte CDU der Dritten Garnitur. Ich klage hiermit die Fraktionen der SPD, FDP, Grünen und der CDU an, aus eiskaltem Kalkül heraus unsere Kinder als Gefahr zu kriminalisieren. Ich klage Sie an, die Armut unserer Kinder für Ihre eigenen, politischen Zwecke zu missbrauchen. Sie alle haben sich mit der Formulierung und Unterstützung des infamen Machwerkes zur "Gefahrenabwehrsatzung" endgültig vom demokratisch verantwortungsvollen Bürgertum verabschiedet. Herr Gerhard Rehbein, der technische Urheber dieser Verordnung schmiedet damit auch seine eigenen Pläne. Er will noch mehr erreichen in der Politik. Da ist so eine Gefahrenabwehrverordnung eine gute Referenz. Als wahrhaftige Politiker hätten Sie ein Jugendzentrum verlangen müssen, das sich mit einem bedarfsgerechtem Angebot diese Bezeichnung auch verdient. Sie hätten nach geschulten Sozialarbeitern verlangen müssen, die diese Kinder auch verstehen und fördern. Sie hätten im Sinne dieser Jugend unser aller Geld anlegen müssen und haben doch den Weg des politischen Kalküls gewählt. Sie verhöhnen damit unsere Kinder und Familien, weil Ihnen das Geld für unsere Jugend zu schade ist. Ich werde Sie von nun an mit aller Kraft zu bekämpfen, wo sich auch immer eine Gelegenheit dazu bietet. Meine erste Bürgerpflicht, in einer Stadt, die eine "Gefahrenabwehrsatzung" gegen meine eigenen Kinder beschließt, ist, dafür zu sorgen, dass sich das Parlament auflöst und Neuwahlen angesetzt werden. Es ist meine Pflicht, die Jugend zu verteidigen und auch zu agitieren. Damit sie ihre Rechte erkennt und wahrnimmt. Gegen den Aufstand des Sozial-Faschismus in unserem Parlament hilft nur aufrechter, organisierter Widerstand. Jugend wehre Dich! In diesem Land bist Du nur noch Spielball für unlautere Politik. In dieser Stadt wirst Du zum Freiwild für den Pöbel. Zeige den Stadtverordneten die rote Karte! Besonders dann, wenn deine Eltern vor lauter Plackerei schon zu müde geworden sind, sich zu wehren. Du musst etwas bewegen! Mische Dich ein! Unter den gegebenen Umständen sehe ich mich übrigens gezwungen, einen außerparlamentarischen Antrag zur neuen "Gefahrenabwehrsatzung" zu stellen. Ich verlange die sofortige Inhaftierung des gewissenlosen CDU-Vorsitzenden, der mit 1,3 Promille in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Die Einziehung seines Führerscheines bewahrt uns nicht wirklich davor, dass er noch einmal betrunken ein Fahrzeug lenkt und dann abhaut, wenn er sich der Verantwortung stellen soll. Sperrt ihn bei Wasser und Brot in den Wehrturm. Das ist gelebte Gefahrenabwehr. Aber dieser real existierende Fall aus der CDU-Spitze wird wohl kaum Einzug in ihre Abwehr-Satzung finden. Kinder versammelt Euch schamlos! Malt Plakate und klagt diese Stadtverordneten an! Lasst mich hier nicht alleine protestieren! Wir verlangen, dass sich dieses Parlament auflöst. Der Urheber des Antrages zur Gefahrenabwehr, Herr Günter Maibach, soll sofort unseren wertvollsten Amtssitz räumen. Er hat sich mit der Eröffnung seiner Hetzjagd auf Euch als politischer Parvenü geoutet. Er hat sich endgültig vom Seriösen verabschiedet. Weg mit der Gefahrenabwehrsatzung! Weg mit Maibach! Für qualifizierte Sozialarbeit und ein gutes Jugendzentrum! Es ist höchste Zeit STOP zu rufen. Bis hier und nicht weiter!
Ich fordere jeden Demokraten in der Stadt Bruchköbel auf, sich von nun an zu den Versammlungen unserer Jugend zu gesellen, um damit für die Auflösung dieses Parlamentes zu demonstrieren. |