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Politik im Gedicht PDF Drucken E-Mail
Verfasst von Christine Empter   
05.07.2006

GedichtWarten auf den Ersten Stadtrat

 

Hier warten nicht, wie in anderen Orten,

die Leute auf Osterhase und Konsorten.

Nein, die Keweler rätseln von früh bis spät,

wann der nächste Kandidat ins Rennen geht!

 

Denn ein lukrativer Posten ist zu vergeben,

und nur der Beste sollte danach streben.

Drum fragt man sich: Wer wird es sein?

Einer mit nem schwarz-grünen Heiligenschein?

 

Vor 6 Monaten - da gab es schon mal Einen!

Der fand aber keine Mehrheit unter den Seinen.

 

Drum wählte man ihn lieber nicht,

denn so bewahrte man das Gesicht.

                           

Dann sprach man sogar von einem Verrat,

weil einer Anderer die politische Bühne betrat.

Vielleicht hätte dieser sogar gewonnen,

aber da war der Sand durch die Uhr geronnen.

 

„So kurz vor der Gemeindewahl“, dachte man sich,

„wischt man die Stadtratswahl erstmal vom Tisch.“

Denn den Herren wurde Angst und Bange,

und man hielt lieber die Wähler bei Stange.

 

Obligatorisch wurde dem Antrag der SPD zugestimmt,

und der Stadtratsposten auf ehrenamtlich getrimmt.

Doch die Wähler waren nicht so blöd wie gedacht,

und haben nen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Die Stimmen hatte man Tage ausgezählt,

und die schwarze Mehrheit wurde verfehlt.

Nun mussten sie sich einen Partner suchen,

und boten den Grünen ein Stück vom Kuchen.

 

Die griffen natürlich munter zu,

und der Stadtratsposten war weg im Nu!

Damit die Wähler aber positiv denken,

soll der das Schiff erstmal ehrenamtlich lenken.

 

Doch nach einer Schonzeit, dass sei gewiss,

kriegt die „Fassade“ nen ordentlichen Riss.

Dann wird er wiedergeboren - der lukrative Posten,

und soll den Steuerzahler unnötige Summen kosten.

 

Da muss man sich nicht wundern, wenn keiner mehr wählt,

weil einigen Politikern der Anstand und Ehrlichkeit fehlt!

 

Christine Empter, SPD-Stadtverordnete

Mühlbachstraße 29, 63486 Bruchköbel

© Alle Rechte liegen bei den genannten Autoren.

so much
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