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Verfasst von Dr. Margit Fuehres   
20.03.2006

Mehr ist nicht drin!Bad Bruchköbel – oder von was träumt H. Michael Roth nachts

 

(pm) Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Stutzig hätte man schon bei dem Haushaltsantrag der CDU zur Standortprüfung des Schwimmbades werden können, aber jetzt ist es Gewissheit: Bürgermeister Roth will das Hallenbad abreißen und im Lohfeld ein neues Bad bauen. Unklar noch, ob sein Vorbild dafür die Badelandschaften der  Taunusthermen in Bad Homburg oder doch die Thermalbäder in Bad Füssing sind. Bad Bruchköbel lässt grüßen.

 

Schön und gut; hier dazu die Fakten: Bruchköbel hat 20 Mio. EURO Schulden, der Haushalt 2006 hat eine Unterdeckung von min. 1,5 Mio. EURO. Wer das Hallenbad abreißt, schließt damit automatisch auch das Freibad, da beide eine gemeinsame Technik haben. Über den Verkauf des Geländes zur Wohnbebauung das neue Bad zu finanzieren, scheitert am Bebauungsplan. Durch die Nähe zum Krebsbach gibt es max. drei bis vier Bauplätze. Das Geld dafür reicht – wenn überhaupt – zum Abriss des alten Bades. Das Gelände im Lohfeld gehört der Stadt nicht, ein Investor für den Badespaß ist weit und breit nicht zu sehen. Verkehrsplanung? Infrastruktur? Bedarfsanalyse? Rentabilitätsrechnung? Finanzierung? Fehlanzeige!

 

Da stellt sich die Frage: Wer hat hier zu heiß gebadet? Zurück zu den Fakten. Das Rathaus hat dreißig Jahre lang seine Wartungs- und Instandhaltungspflichten im Schwimmbad sträflich vernachlässigt und den heutigen maroden Zustand damit verschuldet. Denn auch ein älteres Gebäude kann (noch) gut in Form sein – siehe das Hallenbad in Erlensee. Zu guter Letzt wurde dann im Jahre 2005 klammheimlich die für die Sanierung des Hallenbades notwendige Rücklage in Höhe von 500.00,00 EURO aufgelöst, um den Haushalt auszugleichen.

 

Und erst damit hat man das Hallenbad so richtig gegen die Wand gefahren. Und damit dass die Bevölkerung zu Wahlzeiten nicht merkt, kommen die Träume des Bürgermeisters in die Zeitung und die Stichwortgeber der CDU-Fraktion liefern brav die Vorlage dazu. Jetzt wird auch klar, warum Bürgermeister Roth die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe mit bis zu 150 Arbeitsplätzen im Lohfeld auf jeden Fall verhindern will, da soll ja sein Traumbad hin. Solche Träume sind Schäume, bleibt zu hoffen, dass die Wähler dieser Stadt nicht so dumm sind, wie man im Rathaus glaubt.
© Alle Rechte liegen bei den genannten Autoren.

so much
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