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Unglaubliche fünfzig Sitzungen hat das „Stadtmarketing“ von Dawillichleben unter dem Vorsitz des Plagiatus Roth, dem Kostenfaktor Andrea Weber und des Marschalls Siebenstuhl seit dem Sommer 2003 abgeleistet. Jetzt wurden weitere Essenzen dieser angestrengten Suche nach Innovation präsentiert und es kam genau so, wie man es bei der spezifischen Besetzung nicht anders erwarten konnte. Der Berg kreißte brüllend und gebar eine Maus. Ein paar Freitage mit Spaßmarkt erscheinen ebenso wenig originell, wie vorhersehbar.
Es gab wohl auch kaum jemanden, der mehr Inhalt erwartet hätte. Die Blume der Phantasie hat in Dawillichleben traditionell ja eher Seltenheitswert. Und neben abstürzenden Bilanzen, politischem Erfolgsdruck und notorischer Ideenlosigkeit hat dieses zarte Pflänzchen des Fortschritts sowieso noch kaum eine Chance gehabt. Deshalb hat sich auch kein Mitglied der Bürgerschaft gewundert, dass die Kopfarbeit dieses Gremiums bisher nichts Originelles und wenig Konstruktives hervorbrachte, als vielmehr eine beschämende Folge heißer Luft, Neuaufgüsse organisierter Langeweile und öden Kommerz. Alles, wie gehabt.
Die im Gremium geballte Einfalt konnte sich unter dem Begriff „Stadtmarketing“ natürlich nur ganz beschränkt eindimensional das „Verkaufen“ vorstellen. Es reichte einfach nicht zu Mehr. Woher sollen unter solchen Politikern, ihren farblosen Anhängseln und all den assoziierten Schacherern die geistigen Voraussetzungen für neue Ideen auch kommen? Es fehlt eben, wie dieser öden Kaste übrigens schon immer, am notwendigen Esprit neben bewährten Trampelpfaden Neuland zu betreten und sich auch nur ansatzweise vorstellen zu können, dass in diesem Fall das Stadtmarketing eher weniger mit Gewerbe zu tun hat, als vielmehr mit der notwendigen Fähigkeit Grenzen zu überschreiten und die längst überfällige inhaltliche Erneuerung zu suchen..
All die Vorstellung nassforsch hohler Sprüche, antiquierter Grafik abseits jeder Kunst, sowie langweiligen Kommerzes, zeugen nur von einem: Hier wird der Wähler auf besonders perfidem Niveau verarscht! Konzept- und Erfolglosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Amtszeit dieses Bürgermeisters und der Legislatur seiner CDU-Mehrheit im Stadtparlament. Und nichts, was die Partei oder Roth als Erfolg haben verkünden lassen, war wirklich etwas Originelles. Roth stand nur bei allen Präsentationen positiver Ereignisse dabei, um sich auf Erfolgsfotos ablichten zu lassen. Ja sogar Jubiläen langjähriger Ehen waren ihm nicht zu privat, um auch einmal am Erfolg lecken zu können. Wo auch immer er nicht abgewiesen wurde, hat er sich neben Paaren, Kindern oder Angestellten auf das Foto gestohlen, um dem Bürger mit berüchtigtem Grinsen seinen Erfolg zu suggerieren. Dabei gibt es nicht eine Tat, nicht eine noch so unbedeutende Leistung, die wir originär diesem Mann oder etwa der Arbeit seiner Partei verdanken würden. Es ging all die Jahre einzig um die Wiederwahl!
In der Amtszeit Roth hat sich in Bruchköbel für den Bürger nichts zum Besseren gewendet. Im Gegenteil. Wir haben Verkehrschaos vor dem Viadukt. Das Gewerbe in der Innenstadt blutet weiter, der Stadtschrat holzt weit abseits geltenden Rechtes durch Neubaugebiete und am Saalburgring haben Bürger nichts ahnend an einer Müllkippe gebaut. Das Stadtbad verfällt und steht zur Disposition. Statt qualifizierter Betriebe teilen sich Discounter den Markt von Dawillichleben. Die Jugend außerhalb von Vereinen und Kirchen wird weiterhin ignoriert, sträflich vernachlässigt und kriminalisiert. Das Finanzgebaren einer einstmals reichen Gemeinde ist laut Kommunalaufsicht „bedenklich“ aber Einsparungen waren nie ein Thema in der CDU. Selbst der vakante Stadtratposten sollte wieder vergeben werden, bis der entwürdigende Schacher um diesen Posten die Partei beinahe sprengte. Ihre Not sich auf einen Kandidaten zu einigen verkauft uns die CDU, nun für jeden sichtbar heuchelnd, als Tugend des Sparens. Und alle Aktionen, die Roth sich und seiner Partei nun im Wahlkampf als Erfolg ans Revers heften will, wie die Posse „Familienstadt mit Zukunft“, die angebliche Erhöhung der Sicherheit durch Polizeihelfer und die naiven Versuche zur Belebung der Innenstadt, sind Initiativen der hessischen Landesregierung, auf die er sich als notorisch Ideenloser mit aller Macht gestürzt hat. Dieser Mann war noch nicht einmal in der Lage auch nur innovative Belanglosigkeiten in das Leben unserer Gemeinde einzubringen. Es gibt nicht eine Verbesserung in unserem Alltag, die wir Bürger unter der politischen Monokultur der Konservativen bisher verzeichnen konnten. Es gab nur Verkündungen heißer Luft, Kommerz und Religion. Vor lauter Angst, etwas Falsches zu tun, hat Roth bei uns viele Jahre lang so gut wie Nichts getan. Seine Abwahl fängt nun mit der Kommunalwahl an. Grund genug, auch für eingefleischte Nichtwähler, zur Wahl gehen und der Monokultur in unserem Parlament ein Ende zu setzen. |