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gemein unabhängig - bösartig modern - 7. Jahrgang - Juli 2010
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Die Müllkippe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
10.02.2006

Da liegt er nun, der Müll...Nach den Stadtrat - Unruhen in der CDU, und dem Wechsel des Dissidenten Jesse zur zwiefach getönten Westerwelle fiel das Dawillichlebener Christenlager zunächst in Schreckstarre. Dann folgte Schadensbegrenzung als Phase der Läuterung. Unter Dauerfeuer von Pressemitteilungen und Leserbriefen präsentieren die „Christlichen“ jetzt, wie man zwar dumm dasteht, aber gut aussieht.  Die Unionsfront walzt wieder in gewohnt aggressiver Manier über Bürger und Gegner hinweg.

 

Jürgen Dick steht dabei ganz vorne im heissen Dampf. Mit Schmauchspuren an den Autorenfingern gibt er gerade seine Glanzrolle als nützlicher Idiot. Während das Medium „Bruchköbeler Kurier“ (BK) gewohnt geschäftstüchtig potentiellen Inserenten als Sprachrohr zur Verfügung steht, reitet Herr Dick nun den Esel rückwärts. Er gibt sich als Agitator einer unappetitlichen CDU-Posse und schüttet altbewährten deutschen Müll über jene aus, die eine Meinung haben und sich wagen, diese zu äußern.

 

Mit dem Titel „Wahlkampf beginnt mit Misstönen“ hat er auch schon die einzige Tatsache aus der schwärenden Gerüchtesuppe gefischt, die er uns als Aufmacher im BK anbietet. Ansonsten kolportiert er lediglich spaltzüngiges Raunen aus dem Dawillichlebener Unionsuntergrund. Thesen mutieren darin zu Indizien, Leserbriefe werden „einschlägig“ genannt und sind verdächtig, die Sache trennt er von der Person des Politikers. Das ist besonders gerissen in dieser Welt, in der man Menschen einzig an ihren Taten misst. So soll das Suspekte an denen haften bleiben, die es in den vergangenen Wochen gewagt haben, das Wirken der CDU und ihres Bürgermeisters in Dawillichleben zu kritisieren.

 

Natürlich kann Dick sich den bewährten, undefiniert- aber wirksamen Vorwurf des „Rechtspopulismus“ nicht verkneifen. Unheilschwanger wird eine geheime Verschwörung aufgedeckt, die „rechte Connection“. Das ist klassisch donnerndes Polittheater, wie es die SED in der Zone mit der kapitalistischen Konterrevolution auf die Spitze getrieben hat. Im Gegensatz zum „Rechtspopulismus“ sind „Konterrevolution“ und „Kapitalismus“ allerdings hinreichend ausdefiniert.

 

Dick versteht sein Handwerk. Das haben wir in einem früheren Artikel schon zum Ausdruck gebracht. Die Union konnte das Anliegen in keine besseren Hände legen. Fürwahr, der Wahlkampf beginnt mit Misstönen! Unser Freizeitjournalist Dick verlässt ohne Not die Bühne des ernsthaften Berichtes. Sein Prinzip, einzig Tatsachen zu transportieren, hängt für alle sichtbar schlaff am Nagel. Sein Anspruch, über den Dingen zu stehen, kocht im Sud der Zaubertränke keifender Zwerge und polternder Riesen. Dick hat gerade öffentlich auf seine Unschuld gepfiffen und den Stift ganz hinten aus der CDU heraus gezogen.

 

Gerd Jürgen Jesse, der ansonsten jedem Bürger von Herzen wurst ist, wird an den Fäden der dick’schen Puppenspieler noch einmal ganz besonders wichtig. Er sieht sich in die Nähe des gestrauchelten Klartexters Martin Hohmann gezerrt und ist somit politisch obsolet. Als Rechtspopulist steht man ziemlich dumm da. Und die FDP, wo Jesse nun endlich mal Karriere machen wollte, wird damit automatisch infiziert. Wenn man versucht, jemanden ohne Argumente politisch zu vernichten, dann nennt man ihn einfach einen Rechtspopulisten.

 

Und wenn ein Journalist Vermutungen breit tritt, nennt man ihn parteiisch. Dick hat jetzt allen gezeigt, aus welchem Lager er die schärfsten Informationen bezieht. Dabei wollte er doch nur, nach all den Plagiat-Sensationen unseres Magazines deutlich im Rückstand, endlich auch mal ein politisches Unikat präsentieren. Damit ist er voll in die Propagandafalle der CDU getappt und hat an Gesicht verloren. Letzteres ist eine logische Folge der Kontaminierung mit der CDU Bruchköbel, da man bei dieser Art von Politik sein wahres Gesicht besser nur hinten herum zeigt.

© Alle Rechte liegen bei den genannten Autoren.

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