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Unser Ältester ist 32 Jahre alt. Der ist zwei Meter groß gewachsen. Die 2 Meter hat er in Hanau geschafft. Der nächste Sohn ist 16 Jahre alt. Der wuchs bisher von alleine 190 cm hoch. Vier Jahre Dawillichleben waren auch dabei. Meiner Ansicht nach haben die Jungs und wir Eltern das Großwerden aber ganz ohne die vom Stadtmarketing gelobten Bruchköbeler Einrichtungen geschafft. Und vollkommen ohne Dawillichlebener Amtsprosa.
„Bruchköbel ist Partner junger Familien“, kann man in der Jubelschrift des Dawillichlebener Stadtmarketings lesen. Belegt wird das durch die Auflistung diverser kommunaler, wie privater Einrichtungen, die es sowieso in jeder Stadt gibt. Beim besten Willen, was ist daran einzigartig und erwähnenswert? Die Einfalt Dawillichlebener Marketingstrategen und ihrer politischen Kontrollorgane wäre da wesentlich erwähnenswerter gewesen. Zum Anlocken von Humoristen, Frohnaturen und Alienforschern.
„Auch die Erweiterung der Schulkinderbetreuung schafft gute Voraussetzungen für die Anforderungen der Familien in unserer Zeit.“ Nun, liebes Stadtmarketing, das wäre nicht nur gut in unserer Zeit. Wir haben das schon in unserer eigenen Jugend vermissen müssen und es wird wohl auch künftig beim frommen Wunsch bleiben. Wir sind aber froh, dass sie, wohl in lichten Sekunden ihrer Berufsausübung, wenigstens einmal ansatzweise Vernünftiges formuliert haben. Wenn auch stilistisch etwas holprig und in der unlauteren Absicht, sich hier mit fremden Federn zu schmücken, ist doch die angesprochene Erweiterung eine Aktivität des Kultusministeriums, die in allen hessischen Städten stattfinden soll. Sie sehen, auch der Elite des Stadtmarketing hätte das mit der erweiterten Betreuung sicher mal gut getan.
„Drei Grundschulen, davon eine evangelische Privatschule, eine Gesamtschule, ein Oberstufen-Gymnasium, eine Schule für Praktisch Bildbare…“
Hier schreit es mal wieder ganz dringend nach dem wahren Satz: „Der Esel nennt sich immer zuerst“. Wir können in diesem Beitrag zwischen den Zeilen lesen: Die Durchdringung der Dawillichlebener CDU mit den evangelikalen Bildungs-Seperatisten scheint mittlerweile vollzogen zu sein. Wie sind die Bildbaren? Praktisch! Also wird "praktisch" klein geschrieben und falls Sie selbst noch bildbar sind, sollten Sie sich das für den nächsten offiziellen Auftritt der Stadt besser merken: Wiewörter werden klein geschrieben!
„Bruchköbel ist ein intelligenter Standort zum Aufwachsen.“ Das ist ein klassisches Beispiel der hohen Kunst verbaler Indifferenz, in der ja das gesamte Stadtmarketing angelegt ist. Hier kann man vor lauter Überraschung nichts mehr hinterfragen. Es ist ein Satz, wie das sprichwörtliche Scheunentor. Wobei die von Ihnen Umworbenen wohl die Ochsen sein sollen. Ein Tor zu einem unendlich großen Interpretationsraum. Und wenn wir Bürger schon so grottendumm sind, solch ein Stadtmarketing nebst dafür verantwortlichem Bürgermeister durchzufüttern, so beruhigt doch die Aussicht, dass bei uns wenigstens der Standort intelligent ist. Was auch immer das bedeuten soll, es klingt wenigstens gut. Wir können in diesem Zusammenhang nur hoffen, das es nicht die Dummheit ist, die hier weiter aufwächst.
Übrigens: Meiden Sie die Stadt Bruchköbel-Dawillichleben, wenn Sie Kinder haben, die 17 Jahre und älter sind. Hauen Sie so schnell wie möglich ab, wenn Ihr Kind dieses Alter erreicht hat. Warum? Na lesen Sie doch mal weiter zwischen den Zeilen: „…über 80 Aktivitäten für Kinder zwischen 0 und 16 Jahren in Vereinen und Institutionen…“ Nach Sechzehn ist hier Schluss mit Trallala und Lustig! |