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gemein unabhängig - bösartig modern - 7. Jahrgang - März 2010
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Die ungeschminkte Fratze PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
08.09.2005

ImageSeit fast zwei Jahren schreibe ich kritisch und bisweilen sogar ketzerisch über die Lokalpolitik in Bruchköbel. Quelle meiner Inspiration waren die von den politischen Lokalmatadoren in der Presse platzierten Pressemitteilungen, die ihre verschwenderische Politik immer wieder zur reinen Wohltat für die Bürger hoch stilisiert haben. Es war mein Bestreben, die hinter den Pressemitteilungen versteckten Eigeninteressen der Politiker zu karrikieren und meinen Beitrag zur Politik zu leisten. So landete ich zwangsläufig als aktiver Politiker bei den "Freie Wähler".

Ein Jahr lang hat das schonungslose Wort richtig Spaß gemacht. Ich wußte, es schmerzt. Als sich aber der politische Kalender im neuen Jahr zu wiederholen begann fand ich, dass es an der Zeit war, sich ernsthaft auf die Politik einzulassen, anstatt das Tagesgeschäft eines unbedeutenden Bürgermeisters und seiner Mannschaft schon wieder mit ausgelassener Freude, aber ohne sichtbare Wirkung zu karrikieren. Ich sah die Zeit gekommen, mich auf die Politik einzulassen und selbst aktiv zu werden. Angesichts einer bevorstehenden Kommunalwahl erschien es mir nicht unmöglich, die Bruchköbeler Mehrheitsverhältnisse mit einer eigenen Partei ordentlich auf den Kopf stellen zu können.

Also fing ich an, mich mit den „Freie Wähler“- Gemeinschaften zu beschäftigen und fand in dem Vereins-Konzept dieser aufstrebenden politischen Kraft begeistert ein für mich nachvollziehbares basisdemokratisches Modell. „Ja, die Gründung einer FWG ist das Mittel, mit dem in Bruchköbel eine Politik von Bürgern für den Bürger gemacht werden kann,“ fand ich. Die hierarchische Struktur der anderen etablierten Parteien erschien mir als Mitglied des Volkes alles andere als wahrhaft demokratisch zu sein. Zusammen mit einem Mitstreiter, dem aufgrund guter Verbindungen in die Gerüchteküche politisch immer sehr gut informierten Werner Spieker, begann ich mich ernsthaft mit dem Gedanken einer Parteigründung in Bruchköbel zu beschäftigen.

Auf diesem Weg bekamen wir unausweichlich auch Kontakt zum Vorsitzenden der „Freie Wähler Main-Kinzig“ (FW MKK), Kroth. Hans Kroth ist ein Mann, der mir auf Anhieb sympathisch war und dort, wo ich organisatorische Hürden sah, hat er sie mit überraschend konstruktiven Vorschlägen vom Tisch gewischt. Er war sichtlich daran interessiert, dass wir hier unsere „Freie Wähler Bruchköbel“ gründen und mit unserer neuen Partei dann auch seinem Kreis-Verband beitreten. Dorthin wollte er uns begleiten und sogar finanziell unter die Arme greifen (die Organisation ist nicht arm). Er hat spontan in Aussicht gestellt, unsere erste Publikation an alle Bruchköbeler Haushalte zu finanzieren. Da dieser Plan freilich von seinem Gesamtvorstand abgesegnet werden musste, hat er uns zur nächsten Vorstandssitzung der FW MKK eingeladen. Als stets belustigtem Leser des "Bruchköbler" war ihm das alles freudige Ehrensache.

Hans Kroth hat uns also als Neumitglieder vorgestellt und auch seinen Plan diskutieren lassen, uns mit einer relativ bescheidenen Summe zu unterstützen. Sein Ansinnen wurde mit überwältigender Mehrheit vom Vorstand abgesegnet. Die einzige Gegenstimme des Jürgen Heim wurde zu diesem Zeitpunkt noch begleitet von einer merkwürdig indifferenten „sowohl als auch“-Windung des Bedenkenträgers, der aber kein Mitglied des Vorstandes folgen wollte.  Im Gegenteil: man wählte mich anschließend, diesmal sogar einstimmig als Beisitzer in den Vorstand. Ich hatte das Gefühl, meine politische Heimat gefunden zu haben. Das Gefühl sollte sich allerdings schon bald als trügerisch erweisen.

Zur nächsten Sitzung hat mich Jürgen Heim in Bruchköbel abgeholt, weil ich kein Fahrzeug zur Verfügung hatte. Auf der Fahrt zum Versammlungsort habe ich mich angeregt mit Herrn Heim unterhalten und ihm als Beispiel für meine Tätigkeit als Internet-Redakteur meinen Artikel „Der Fisch stinkt vom Kopf“ überreicht.  In dem Bewusstsein, nun die „Freie Wähler Bruchköbel“ zu repräsentieren, hatte ich diesen Ausdruck meines Artikels probeweise mit dem Kopf der Freie Wähler Bruchköbel versehen. Das sollte sich späterhin als Falle erweisen. Nur, für wen? In dieser Sitzung wurde ich vom Vorstand mit der Aufgabe betraut, mich mit der „Wahlplattform“ der „FW MKK“ zu befassen. Diese Ehre entsprang meinen Diskussionsbeiträgen, die anlässlich eines Vortrages des Schriftführers Frank Seipel zur Wahlkampfstrategie auf Gehör gestoßen sind. Niemand hatte je etwas von einem "Ehrenkodex für Abgeordnete" gehört. Ferner bekam ich den Auftrag, in der nächsten Sitzung das vom Kreisverband zu finanzierende Flugblatt unseres Ortsverbandes vorzustellen, sowie mich mit dem Internetauftritt des Kreisverbandes zu beschäftigen.

Ich vergrub mich in einer mehrere Tage andauernden, intensiven Arbeit über Wählerverhalten, gesellschaftliche Strömungen und den „Ehrenkodex für Politiker“, der vom Bundesvorsitzenden der Freie Wähler, Armin Grein formuliert wurde. Meine Arbeit zielte darauf ab, dass wir einen guten Prozentsatz Nichtwähler mitnehmen könnten, wenn wir uns diesen Kodex wirksam zu Eigen machten. Das vom Vorstand zu subventionierende Flugblatt unseres Ortsverbandes war schon lange fertig und musste in der nächsten Sitzung den Vorstandsmitgliedern nur noch vorgestellt werden. Plötzlich kam die eMail herein, die mein neues politisches Glück erschütterte. Am Rande einer Fraktionssitzung sei bei den Fraktionsmitgliedern „Klärungsbedarf“ zum Bruchköbeler Flugblatt aufgekommen. Man möge doch das Thema bitte noch einmal auf die nächste Tagesordnung setzen.

Da unser Bruchköbeler Flugblatt bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich keinem Vorstandsmitglied bekannt sein konnte, vermutete ich spontan eine Intrige des bei der Subventionsabstimmung zu unseren Gunsten unterlegenen Fraktionsführers Jürgen Heim und fragte an, was es nach dem eindeutigen Beschluss des Vorstandes zur Subventionierung des Flugblattes zu diesem Zeitpunkt eigentlich zu klären gäbe. Ich fragte: „ob es über dem Vorstand noch ein geheimes Gremium gibt, das Vorstandsbeschlüsse in Frage stellen kann?“ Der Vorsitzende Hans Kroth schob eine eMail hinterher, in der er versöhnlich die Herren Breitenbach und Heim darum bat, uns bei der Erstellung des Flugblattes mit ihrer Erfahrung zu unterstützen. Die Aufnahme als Tagesordnungspunkt allerdings lehnte er ab, da es ja noch kein Flugblatt gab, über das man sich hätte unterhalten können. Hellhörig geworden lehnten wir jede Einmischung des Herrn Heim in unsere Bruchköbeler Angelegenheiten ab mit dem Hinweis, dass er politisch ja einen mindestens zweifelhaften Ruf hat.

Sicher kennt jeder interessierter Zeitungsleser das politische Chaos, das anlässlich Heim´s Verstrickung in einer unappetitlichen Langenselbolder Grundstücksaffäre zusammen mit einem nachweislich verurteilten kriminellen ehemaligen Polizisten und Spekulanten die SPD gespalten hatte. Aus Freunden wurden Feinde. Darüber hinaus wollte trotz aller gekonnten Intrigen Heim´s Name partout nicht auf der Liste der Bürgermeisterkandidaten erscheinen. Es war die Spaltung in einer beispiellosen Schlammschlacht, von der sich die Menschen in Langenselbold und ganz besonders die Selbolder SPD bis heute nicht erholt haben. Es war das politische Ungemach, in dem das ewig "rote" Selbold schließlich in die Arme der Konservativen fiel. Herr Kasseckert hat sich so verwundert, wie erfreut die Hände gerieben. Und jeder, der die politische Geschichte dort verfolgt hat, weiß vom schnellen Absturz der aus der Spaltung der SPD entstandenen „Selbolder Liste“ (SL). Die Herr Heim unter maßgeblicher Einmischung seiner Frau, (manch ein von mir befragter ehemaliger Parteigenosse stellte ihn gar als Marionette dieser Frau dar), bis zum politischen Exitus für die Heim´schen Familienpolitik missbraucht hat. Von so einem unsicheren Kandidaten wollten wir uns in Bruchköbel wirklich nicht in die Karten schauen lassen.

Und tatsächlich, Spieker und Reisbeck hatten den Braten richtig gerochen. Dieser schon in seinen früheren Parteien bis zur gegenseitigen Verachtung intrigierende Politiker hatte einfach meinen Artikel „Der Fisch stinkt vom Kopf“ hergenommen und anhand aus dem Zusammenhang gerissener Zitate seine Kollegen davon überzeugt, ich sei ein „Rechtspopulist“. Bei der nächsten Sitzung wedelte er mit meinem Artikel, behauptete tatsächlich dies sei unser Bruchköbeler Flugblatt und das wolle er nicht unterstützen. Er veranstaltete solch einen Rabatz, dass dem Vorsitzenden Hans Kroth der Kragen platze. Herr Kroth, der vier Jahre lang bis zur physischen Erschöpfung die Geschäfte der FW MKK geführt hat, sah sich von seinen Kollegen bitter enttäuscht. Er hatte neue, motivierte Menschen in den Verein eingeführt und stand jetzt prompt einem Streit gegenüber, den er mit keinem noch so vernünftigen Wort beilegen konnte. Mein Einwand, dass Herr Heim mit meiner privaten Meinung in der Luft herum fuchtele und das wirkliche Flugblatt hier vor mir liegen würde, interessierte keines der Vorstandsmitglieder. Niemand wollte das eigentliche Flugblatt lesen und jeder wollte sich mit großer Empörung von mir distanzieren. Außer dem Schriftführer Frank Seipel, der seinerseits seine neue politische Welt auch nicht mehr verstehen konnte. Frank Seipel war erst kurz vor mir zu der Gruppierung gestoßen und wiederholte immer wieder, das dieser Artikel eigentlich nicht zur Disposition stünde, weil alle Mitglieder der Freie Wähler vollkommen unabhängig in der politischen Meinung sind. Jeder Versuch die von den Fraktionsmitgliedern Breitenbach und Heim agitierten Vorstandsmitglieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu führen, verlief im Sande. Alle, außer Hans Kroth und Frank Seipel wollten gerne glauben, dass es sich bei dem Schriftstück um unser Bruchköbeler Flugblatt handeln würde.

Das führte dazu, dass sich Hans Kroth zu einer alle überraschenden Generalabrechnung mit den Vorstandsmitgliedern hinreißen ließ. Dabei kam uns staunenden Neumitgliedern (Reisbeck, Seipel und Herr Spieker war als Gast bei der Vorstandssitzung anwesend) zu Ohren, was bei der FW MKK alles im Argen liegt und wie dreist alle Beteiligten die gesamte Vereinsarbeit über vier Jahre lang auf den Schultern ihres Vorsitzenden abgeladen hatten. Herr Breitenbach und Herr Bien haben als Fraktionsmitglieder in der nun auslaufenden Legislaturperiode nicht einen Redebeitrag in das Kreisparlament eingebracht und die politische Arbeit der Fraktion sei mehr als mangelhaft gewesen, stellte der Vorsitzende Kroth fest. Die Hilfe der Vorstandsmitglieder beim jüngst vergangenen Landratswahlkampf war so gut wie nicht gegeben und nun maßen sich diese Vorstandsmitglieder an, den Stab über ein Neumitglied zu brechen nur, weil es seine eigene Meinung im Internet publiziert hat. Anstatt sich mit den nahenden Kommunalwahlen zu befassen, nun diese Posse! Herr Kroth berief eine Mitgliederversammlung ein, weil er feststellen musste, dass der Vorstand in diesem Zustand nicht mehr arbeitsfähig war. Während der gesamten, mehrere Minuten andauernden Abrechnung des Hans Kroth, grinste Herr Breitenbach genau so, wie er heisst. Auf meine Frage hin, was es bei einer so ernsten und wirklich erschütternden Entwicklung zu grinsen gibt, erhob sich ein Tumult der in der Frage gipfelte, was denn "so einer" wie ich hier überhaupt zu sagen hätte. Ich hätte kein Recht, hier zu reden. Das war der Landwirt oder Rentner Bien (je nachdem wer bezahlen muss), der sonst lieber nichts sagt. Vorstandsmitglied Kaucke vom Finanzamt (Eid auf die Verfassung) meinte zum Beisitzer Reisbeck ernsthaft, er solle sich jetzt mal zurückhalten, das sei nun wirklich intern.

Nachdem Heim auf der Vorstandssitzung, die der anschließenden Mitgliederversammlung kurz vorgeschaltet wurde, wieder mit meinem Artikel herumgewedelte, wurde mit der Behauptung dies sei das Flugblatt für Bruchköbel und ich ein „Rechtspopulist“ jedweder Antrag zur Aufnahme von Neumitgliedern abgelehnt, für die wir ein gutes Wort einlegten, "damit auf der folgenden Mitgliederversammlung keine neuen" (weil unerwünschten) Mehrheiten entstehen. Hans Kroth legte bitter enttäuscht sein Amt nieder. Auf der abschließenden Mitgliederversammlung wurde unter Anwesenheit nicht namenloser Gäste aus anderen Ortsvereinen der Sachverhalt bekannt gegeben. Heim wedelte mit meinem Artikel "der Fisch stinkt vom Kopf" und erklärte mich offiziell zum Rechtspopulisten und Hans Kroth verkündete den Grund seines Rücktritts. Nichts wurde hinterfragt. Sprachlos zogen wir aus.

Das Bedauern in der Presse, das die verbliebenen Mitglieder über diesen Umstand geäußert hatten, kann man getrost unter der Rubrik „Krokodilstränen“ ablegen, denn nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Vorgehensweise des alten Vorstandes systemimmanent gewesen ist und sich die Strukturen zumindest dieser Freien Wähler von normalen Parteien kaum unterscheiden.

Es ging um nichts anderes, als den Kampf um die Listenplätze. Heim und seine Wasserträger hatten wahrscheinlich größte Bedenken ihre Listenplätze an die zu verlieren, die neue Impulse in die Freie Wähler MKK hineingetragen hätten. Also haben sie jede nur mögliche Täuschung unternommen, um die Neuen zu diskreditieren. Spieker gilt übrigens jetzt auch als "Rechtspopulist". Bis heute hat keines der Vorstandsmitglieder danach gefragt, was eigentlich im richtigen Bruchköbeler Flugblatt gestanden ist. Weil es nicht um das Flugblatt ging, sondern einzig um die Listenplätze.

Da die gesamten Freie Wähler MKK zum Zeitpunkt der  hier geschilderten Intrige nur über 15 Mitglieder verfügte, kann sich jeder Leser die Nervosität der „Platzhirsche“ gut vorstellen. Man kann sich nun auch sehr gut vorstellen, warum keine andere freie Wählervereinigung aus den Kommunen des MKK dem Kreisverband beigetreten ist. Es ist nämlich die schäbige Privatveranstaltung des Jürgen Heim und seiner Frau, die sich hier ausschließlich mit ihren Wasserträgern umgeben haben, um garantiert auf einem Listenplatz zu erscheinen. Wir stehen damit vor der neuen politischen Leiche, die das Ehepaar Heim der erstaunten Öffentlichkeit präsentiert. Bei der nächsten Kommunalwahl wird diesem zweifelhaften Verband kaum eine Chance eingeräumt und die Mitbewerber lachen sich ins Fäustchen.

Nein, sie saßen streng genommen sogar in den Vorstandssitzungen als Mäuschen dabei. Der neue Vorsitzende Breitenbach und ausgerechntet der von mir immer gerne auf´s Korn genommene Bibelkundler, "der Gerechte" Rechholz von der Bruchköbeler CDU arbeiten als Kollegen im selben Frankfurter Versicherungs-Unternehmen. Es kam uns gleich spanisch vor. Als Nachbar von unserem guten Herrn Spieker zeigte Rechholz sich beim Plausch am Zaun stets bestens informiert über die Vorgänge im Vorstand der "FW MKK". Noch vor der Zeitung! Man trifft sich halt öde beim Pendeln im Pendlerzug und fabuliert gerne über glänzende politische Aussichten. Dann muss man endlich nicht mehr in so einem Zug fahren! Soviel verschenkte Zeit!

Und ich? Ich habe beinahe meine Sprache verloren. Nur langsam erhole ich mich von dem Schock, mal wieder ziemlich blauäugig an das Gute im Menschen geglaubt zu haben und statt dessen in die ungeschminkte Fratze der geilen Macht mit Versorgungsmentalität und Selbstdarstellung geblickt zu haben. Ja, auch abgrundtiefe Dummheit, und einmal sogar gepaart mit großer Bauernschläue, habe ich gesehen. Wie will ich jemals verhindern, dass sich solche Menschen in meiner eigenen Partei ausbreiten? Mit einem Ehrenkodex?

"Den hebeln sie aus," meinte meine geschulte Freundin Moni. Und es sei für mich nun endlich an der Zeit Marx zu lesen. Der habe total visionär das momentane Stadium des kapitalistischen Systems perfekt beschrieben, und Menschen wie ich steigen in so einem System entweder weit nach oben, weil sie sich korrumpieren lassen (von was auch immer), oder sie scheitern grandios. Hat Marx gesagt. Zähneknirschend musste ich ihr Recht geben und habe nach weiteren, vom Rotwein befeuerten, brillianten Ausführungen der Moni zum "Kapital" für mich entschieden, lieber grandios zu scheitern. Den Kapitalismus und seine Stellvertreter in den Parlamenten der Bevölkerung kann ich Wurm nicht beeinflussen. Aber gilt das wirklich auch für den Mikrokosmos in meinem Bruchköbel-Dawillichleben?

"Für diese fundamentale Erkenntnis habe ich mich beim Ehepaar Heim noch gar nicht genug bedanken können," fiel mir da schon etwas lull ein. Aber zur Moni hab ich gesagt: "Der ist mir ja ganz schön auf den Leim gegangen, der Fischkopf. Der "Freie Wähler Bruchköbel"-Kopf auf dem "Stinkefisch"-Artikel war unbewußt genial". Da hat sie gesagt: "Du würdest Marx bestimmt auf Anhieb verstehen. Andere brauchen dazu eine Schulung." Die Moni ist echt eine von den Guten. Und ich habe zum Glück bei den anderen keinen Mitgliedsbeitrag abgedrückt. Das ist im Rückblick auf so viel kostenlose Action gepaart mit hohem Emotions- wie Erkenntnisfaktor irgendwie befriedigend. Einfach unbezahlbar.

© Alle Rechte liegen bei den genannten Autoren.

so much
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