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Sehen Sie den armen Bub im Hintergrund? So kann es gehen, wenn man einen schönen kleinen Trecker fährt und der Bürgermeister mit seinem Pressestab herein-platzt. Auf dem 1. Oberissigheimer Dorffest (Ortsteil von Brk.-Dawillichl.), wo eben noch schönste Harmonie herrschte, kippte die Stimmung, als Erwachsene anfingen ins Rüpelhafte abzugleiten und sich auf Kosten der Kleinen amüsierten.
„Du hast da aber einen schönen Trecker“, meinte der Bürgermeister mit vieldeutigem Grinsen. Der Bub sah nur noch einen gefährlich wuchernden Bart und sein Spiegelbild in der Brille, wo er eigentlich Augen sehen müsste. Er gab piepsend ein eingeschüchtertes „Ja, aber du bist zu schwer“ zurück, als er sich auch schon auf dem Hosenboden sitzend auf den Gehwegplatten wieder fand. Der Stärkere hatte seinen Trecker vorne hoch genommen und meinte: „Damit fahre ich jetzt mal eine Runde und wir machen ein lustiges Foto für die Zeitung!“ Wie Sie auf dem Bild sehen können, hatte die von besorgten Eltern eilends herbei gerufene Gemeindepsychologin ihre liebe Not mit dem arg verstörten Knaben. Während der Bürgermeister im Vordergrund sich köstlich amüsierte, war für den Bub das Fest wohl vorbei.
Schon lange fragen sich besorgte Eltern in Bruchköbel-Dawillichleben, wann der Bürgermeister endlich aus seiner Rüpelphase wieder heraus kommt. Man zieht im Stadtrat bereits in Erwägung, Kindergärten und andere pädagogische Einrichtungen mit einer Bannmeile zu versehen. Dazu der erste Stadtrat besorgt: „Wir kennen das Problem bereits und sind auch schon über alle Maßen entsetzt. Leider fehlt es uns an gesetzlichen Handhaben, die Kleinen dauerhaft zu schützen. Was sollen wir tun wenn Spät-Jugendliche vorgeben, städtische Honoratioren zu sein und sich so immer wieder Zutritt zu den Vanstaltungen und öffentlichen Einrichtungen verschaffen? Wir sind jetzt mit den Eltern der Betroffenen im Gespräch. Vielleicht kommen wir auf diesem Weg zu einer Lösung des Problems.“ Besonders sauer stiess den Besuchern des Festes auf, dass ihr Pfarrer sich von dem schlechten Benehmen des feixenden Bürgermeisters anstecken ließ. Nachdem auch er einem Buben den Trecker weggenommen hatte, lieferten sich die beiden johlend ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei sie sich besonders darüber amüsierten, wie brave Menschen angesichts rasender Trecker panisch reagierten. Wo ist in diesen Momenten eigentlich unsere sonst so omnipräsente Hilfspolizei (sieben Euro die Stunde und kaum zu sehen)? Man könnte meinen, der Bürgermeister schickt sie immer dann in eine ganz andere Ecke der Stadt, wenn er einen seiner berüchtigten „Züge“ steigen lässt. |