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Hartz-IV: Kackophonie ohne Ende PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
07.07.2005

Sieht nur lieb aus!Aus unserem Panoptikum „Der gemeine Politiker“. Diesmal kommt zu Wort ein Mitglied der Abteilung CDU-Frauen:

Die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger hat die Forderung aufgestellt, die „Hartz-IV“ -Gesetze noch einmal zu verschärfen. Zukünftig sollen auch Familienmitglieder, die nicht im Haushalt des Arbeitslosen leben, diesen finanziell unterstützen. Dies betrifft Eltern und erwachsene Kinder.

 

Eine durch Schwarzgeld- und Lügenpolitik (brutalstmögliche Aufklärung, jüdische Vermächtnisse) ihrer Partei zur Macht gekommene Politikerin redet aus ihrem von uns finanzierten „Hochlohn“ - Arbeitsverhältnis heraus über Bürger, die bis zum Zeitpunkt ihrer überwiegend unverschuldeten Arbeitslosigkeit einen guten Teil zum Solidarpakt beigetragen hatten. Die Menschen, die sie nun zusätzlich in den Fokus staatlicher Begehrlichkeiten zerren will, sind Bürger, die zu Steuern und Sozialversicherung sogar noch aktiv beitragen. Die müssen, nach „Hartz-IV“ schon privat für den Arbeitslosen aufkommen, wenn er in ihrer Wohnung lebt. Man muss sich einmal vorstellen, wie viele fette Kröten die Bürger bis zu diesem Punkt bereits geschluckt haben. Die Frau Ministerin von der CDU will da noch eins oben drauf stopfen!

 

Wir vermuten, dass in der Familie der Ministerin niemand von Arbeitslosigkeit bedroht ist. Ebenso, wie in den Familien der anderen Volksvertreter, die für „Hartz-IV“ verantwortlich sind. Überhaupt offenbart „Hartz-IV“ ganz deutlich, wie Politiker über das Volk denken, so lange sie auf seine Kosten leben. Wenn der Mensch arbeitet, darf er zwangsweise zwischen 30 und 40 Prozent seiner Bezüge an den „Staat“ abführen. Zählt man berechtigterweise die Mehrwertsteuer und andere Konsumsteuern hinzu, ist es weitaus mehr. Wenn er aber arbeitslos geworden ist, wird der Bürger lästig und steht unter dem Generalverdacht der Unwilligkeit. Auf den durch die Arbeitslosigkeit sowieso schon begonnenen sozialen Abstieg fällt der „Kaste der satten Politiker“ also nur eine Antwort ein: Der soziale Druck auf den Arbeitslosen muss erhöht werden. Sozialer Druck, der sowieso schon auf die ganze Familie durchschlug, wird erhöht indem die Einkommen der Haushaltsmitglieder auf das Einkommen des Arbeitslosen angerechnet wird. Seit  „Hartz-IV“ kann es also jeden treffen. Ob man Arbeit hat, oder nicht. Die Politiker haben es mit  „Hartz-IV“ geschafft ganz familienfeindlich, jeden Menschen zu einer nicht nur potentiellen, sondern unmittelbaren Gefahr für seinen Nächsten zu machen. Was der CDU nun besonders gut gefällt: die „Wohngemeinschaft“ und die „wilde Ehe“ sind mit „Hartz-IV“ faktisch tot. Was nicht so gut ist: die Familie leidet doppelt. Das ist gegen ihre Lippenbekenntnisse. „Hartz-IV' kommt von SPD und Grünen!“, lässt es sich der schwarz-gelbe Bremser-Block im Bundesrat da trotzdem genüsslich auf der Zunge zergehen.

 

Versuchen Sie einmal ernsthaft, sich in die Auswirkungen der jetzt schon aktiven „Hartz-IV“ –Gesetze hinein zu denken und fügen Sie dann noch die wilden Vorstellungen der CDU-Ministerin dazu. Nehmen wir also mal an, ein Arbeitsloser beschließt, trotz seines Unglücks am Leben zu bleiben. Das Horrorszenario kennen wir schon. Nehmen wir besser an, die Protagonisten sind noch gar nicht arbeitslos! Ein junges Paar findet zueinander und möchte im Überschwang der Gefühle gerne zusammen ziehen. Da sagte sie früher vielleicht, vor „Hartz-IV“, ganz verliebt: „Aber nur, wenn Du zu mir ziehst. Bei mir ist es schöner!“ Gesagt, getan? Das ist heutzutage ein ganz großer Leichtsinn! In diesem Moment ist die junge Dame, wie auch der junge Mann schon von „Hartz-IV“ bedroht! Denn was ist, wenn einer der Beiden arbeitslos wird? Ja, dann greift „Hartz-IV“! Der sich noch in Arbeit befindliche Teil des Paares wird gefordert sein, ob verheiratet oder nicht, die Einkommensverhältnisse offen zu legen. Damit die Behörde ausrechnen kann, wie viel vom Einkommen des Arbeitenden zur Unterstützung des Arbeitslosen herangezogen wird.

 

Nun ist es bereits so weit gekommen, dass man als junges Paar gut überlegt, wie sich „Hartz-IV“ im Alltag auswirken wird.  „Hartz-IV“ wird unter anderem dazu beitragen, dass junge Menschen nicht mehr zusammen ziehen. Sie werden sich nur noch aus der Ferne lieben können und müssen peinlich genau darauf achten, im Falle einer heute ja eher wahrscheinlichen Arbeitslosigkeit, eine eigene Haushaltsführung vorweisen zu können. Sie werden sich, nach den Äusserungen der CDU-Ministerin, weiterhin überlegen, dass es von großem Nachteil ist Kinder zu haben. Die könnten ja auch einmal arbeitslos werden. So, wie sich unsere Welt heute darstellt, wird die Mehrheit dieser Kinder wahrscheinlich überhaupt nie in Arbeit kommen. Ein klar denkender Mensch will unter diesen Umständen keinen Nachwuchs mehr bekommen. Im kostenlosen Erstversorgungspaket der Babyindustrie ist doch bereits der soziale Abstieg mit verpackt.

 

Da also die digitale Revolution weiter voran schreitet, werden immer weniger Menschen in Arbeit benötigt. Das ist eine Tatsache. Und wer behauptet, ein steigendes Bruttosozialprodukt würde an dieser Tatsache langfristig etwas ändern, lügt. Wir sind nun also lange vor Merkels Machtergreifung bestens informiert, wie sich Frauen in der Politik auswirken. Keinen Deut anders, als Männer. Niemand soll später behaupten, er hätte nichts davon ahnen können!

 

Sehen so unsere Eliten aus?Wir fragen uns nur noch, wie eine von uns allen für´s Denken bezahlte Ministerin darauf kommt, uns knallhart asoziales Gedankengut als Essenz ihres Amtes in der hessischen Sozialpolitik aufzutischen. Wie kommt eine Regierung in einem Sozialstaat überhaupt dazu, derart kurzsichtige Gesetze wie „Hartz-IV“ mit heisser Nadel schnell zu stricken? Die Regierung hat doch Berater. Wenn die im Falle Hartz auch aus dem Vorstand eines "Schmiergeldverdächtigen" Konzerns stammen. Im Parlament soll laut Grundgesetz angeblich ein Abbild unserer Gesellschaft sitzen. Wie kann da so ein haarsträubender Unsinn herauskommen? „Sind die besoffen?“, fragt ein Stammtisch verzweifelnd. Nein, ganz sicher nicht. Es muss wohl etwas mit der sprichwörtlichen Ignoranz im Elfenbeinturm der Macht zu tun haben. Und mit abgrundtiefer Phantasielosigkeit, natürlich. Diese Menschen, durch Wahlsieg herausgepickt aus der Laufbahn des Berufspolitikers, haben offensichtlich jede Art von Bodenhaftung verloren und müssen dringend einmal mit der Realität des normalen Lebens vertraut gemacht werden. An besten wäre da die Realität des Arbeitsmarktes geeignet. Also: Bürger in die Parlamente – Politiker raus! Die Kommunalwahl März 2006 ist die nächste und sicher auch beste Gelegenheit für die Entlassung ungeeigneter Politiker. Zur Verdeutlichung, über welche Menschen der Bruchköbler spricht, hier exemplarisch die Vita der Silke Lautenschläger:
 

  • 1988 Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium in Darmstadt
  • 1988 bis 1993 Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; Erstes Staatsexamen
  • 1993 bis 1995 Referendariat am Landgericht Darmstadt
  • 1996 Zweites Staatsexamen
  • 1997 bis 2001 Rechtsanwältin
  • 1993 bis 2001 Mitglied der Gemeindevertretung Modautal
  • seit 1993 Mitglied des Kreistages Darmstadt-Dieburg
  • seit 1999 Mitglied des Hessischen Landtages
  • seit August 2001 Hessische Sozialministerin


GANZE 4 JAHRE SELBSTSTÄNDIGER BROTERWERB!
Menschen mit so einer Vita erklären uns Bürgern heute die Wirklichkeit. Sie finden diese Art von Lebenslauf und Beruf bei der Mehrzahl unserer „Volksvertreter“. Wer jetzt nicht mehr wählen geht, ist wirklich selbst an seinem Schicksal schuld.

© Alle Rechte liegen bei den genannten Autoren.

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