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gemein unabhängig - bösartig modern - 7. Jahrgang - Juli 2010
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...was noch?...Säkularisierung nach deutscher Art: Zwangsgebühr von 60 Euro bei Kirchenaustritt - Säkularisation des Präkariats wird damit faktisch verhindert...was noch?...Rot-Grün in NRW kultiviert Kommunistenphobie - Diagnose: folie á deux...was noch?...Schweizer Banken überflüssig: Hessische Steuerfahnder machen Bogen um die deutschen Banken...was noch?..einstmals besoffene Bischöfin wird wegen Rücktritt zur Heldin stilisiert. Evangelische Kirche denkt nach über Wiedereinführung der Heiligsprechung...was noch?...Guido Westerwelle tritt neuerdings leise. Das in den Arsch wollen ihn viele mal gerne...was noch?...Berlusconi steht weit über dem Recht - nur Faschisten blasen ihm den spürbaren Gegenwind...was noch?...Das deutsche Volk hat noch immer keinen seiner Politiker geteert und gefedert...was noch?...Hauptsache, es ist Sommer... 


Die Iden des März E-Mail
Verfasst von Bill Bonner, Investor Verlag Bonn   
08.03.2005

Bill BonnerCaesar spricht (zu einer Wahrsagerin): „Die Iden des März sind da.“

Wahrsagerin: „Richtig Caesar, aber noch nicht vorbei.“

- Aus Shakespeares Julius Caesar

Am 15. März, vor 2046 Jahren wurde Julius Caesar von seinem Freund Brutus und anderen Verrätern ermordet. Caesar sah es natürlich kommen. Er war mit seiner Armee über den Rubikon gezogen – was vom römischen Gesetz verboten wurde – und hatte durch Stärke Macht erlangt. Nachdem Caesar dem schlimmsten Schlag zum Opfer gefallen war, wurde ein Machtkampf um Rom ausgelöst, der schnell zum Aufmarsch von Armeen im gesamten Mittelmeerraum führte und unter anderem die Herrschaft der Ptolemäer in Ägypten durch den Tod Kleopatras beendete, der Geliebten des Antonius. Was für eine wahnsinnige Geschichte, so voller Macht, Krieg, Betrug, Hinterhalt, Eifersucht, Sex und sogar Tieren. Kein Wunder, dass die Menschen die Politik lieben, sie ist schließlich so wie das wahre Leben.

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Dekadenz und Fäulnis E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
03.03.2005

Dekandenz im StadtraumKennen Sie die kleinen Plastikpferde aus dem Kaugummiautomaten? Haben Sie schon einmal einen Souvenirshop besucht? Warum ich das frage? Schauen Sie mal vor Rossdorf auf das Innere des Verkehrskreisels! Da steht etwas aus hellem Granit, was Sie früher für 10 Pfennig klein und aus Plastik vielleicht aus dem Automaten bekamen, wenn kein Kaugummi gerollt kam. Was da vor Rossdorf auf zwei Hufen in die Luft geht, sieht genau so aus, wie der Plunder aus Massivplastik, den man sich in jedem beliebigen Souvenirladen aufhalsen kann dann, wenn man nach anhaltendem Leersaufen von Sangittakübeln auch noch den letzten Rest an gutem Geschmack verloren hat.

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Von Bruchköbeler Gutmenschen E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
28.02.2005

Stolze Heimat, weite Welt...In der Saga von unserem fröhlichen Bürgermeister und seinem einzigen Stadtrat klafft eine schmerzliche Lücke. Spätestens nach dem Aufstellen der Rossdorfer Kreiselmähre (Chimäre aus Araber, Drachen, Kaltblüter und Pony) hätte im CDU-Verkündungsblatt „Bruchköbeler Kurier“ (BK) ein wichtiger Meilenstein des edlen Handelns unserer Verwaltungs-Helden verkündet werden müssen: Roth enthüllt Standbild - Tier in dzionyschem Kreisel ernährt Inder. Wir erhellen das Gemüt unserer Mitbürger mit diesem Beitrag, den es ohne eine Anfrage der SPD-Fraktion wohl nie gegeben hätte.
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Ist der Lionsclub noch zu retten? E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
04.02.2005

Der Club der hohen TiereDer „Lionsclub“ hat mal wieder allen gezeigt, wie das reibungslose Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft funktioniert. Er beschafft sich zunächst ganz kostenbewusst einen Saal für parlamentarische Veranstaltungen der nichts kostet, aber richtig was hermacht. Kein Problem, wenn ein Clubmitglied im Sitzungssaal der Bruchköbel-Dawillichlebener Stadtverordneten zufällig Hausherr und gerne beflissen dienlich ist, wenn es denn das eigene Ansehen fördert. Genau das verstehen wir einfachen Menschen unter den vielzitierten „Beziehungen“. In analytischem Licht beleuchtet nennt man das zuweilen auch Profilneurose, könnte es aber auch strenggenommen als Vorteilsnahme im Amt bezeichnen. Die Clubmitglieder der „Lions“ schwingen sich vor unseren staunenden Augen zur gesellschaftlichen S-Klasse auf.

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Die selbsternannte Elite E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
28.01.2005

Unter sich! Foto U. WipflerGestern lud der Lionsclub seine Mitglieder nach Bruchköbel-Dawillichleben zu einer Veranstaltung. Der Club beabsichtigte, sich an den Worten des hessischen Finanzministers Weimar zu laben. Es sollte ein exklusiver Vortrag gegeben werden. Der Minister wollte das Thema ventilieren: „Sind die Finanzen der Kommunen zu retten?“

Abgesehen davon, dass der Finanzminister eher zu dem Club gehört, vor dem es gilt die Schatullen der Kommunen schleunigst in Sicherheit zu bringen, war das Kuriosum dieses Abends, dass es sich der elaborierte, private „Club“ in aller Dekadenz im Sitzungssaal des Stadtparlamentes gemütlich gemacht hat. Alles was recht ist, was haben die da zu suchen?

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Die Achse des Bösen E-Mail
Geschrieben von Martin Reisbeck   
27.01.2005
Öl für Amerika1957 begannen der Iran und die USA im Programm „Atom für den Frieden“ eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlern. Diese endete 1979 mit dem Sturz des Schahs. Inzwischen zählen die Amerikaner den Iran zur „Achse des Bösen“ und bezweifeln, dass die iranischen Nuklearanlagen ausschließlich friedlichen Zwecken dienen. Da die „Achse des Bösen“ eine politische Hilfslinie des grobgestrickten evangelikalen Eiferers im amerikanischen Präsidentenamt für einen beispiellosen Ressourcenraubzug ist, darf man als sicher annehmen, daß wir es hier schon wieder mit dem Programm „Öl für die Guten“ zu tun haben und nicht etwa mit der Sorge um Massenvernichtungsmittel in den Händen muslimischer Eiferer.
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Heiteres Gesinnungsraten E-Mail
Verfasst von Dirk Maxeiner und Michael Miersch   
25.01.2005

Dirk Maxeiner und Michael MierschWir unterhalten uns eigentlich gern mit wildfremden Menschen, weil das so viele Überraschungen birgt. Längst sieht man dem Gegenüber nicht mehr am Äußeren an, was er denkt oder welchen Standpunkt er in bestimmten Fragen vertritt. Birkenstocks können heutzutage durchaus mit aufgeklärtem Gedankengut kombiniert sein. Umgekehrt kann sich hinter dem schniecken Business-Kostüm eine gesinnungstechnische Wollsocke verstecken.

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Allein in der Menge E-Mail
Verfasst von Bill Bonner, Investor Verlag Bonn   
24.01.2005

Bill BonnerEk aur ek guyazah

Ein Hindisprichwort, es bedeutet "1+1 = 11" Als ich James Surowieckis neues Buch "Die Weisheit der Massen" neulich zu mir nahm, erwartete ich nicht nur, von dieser Lektüre erschrocken zu sein, sondern ich rechnete fest damit. Es ist viel einfacher, eine Rezension über die Irrtümer eines Menschen zu schreiben, als seine Verdienste zu rühmen. Außerdem glaubte ich gute Gründe zu haben, um wenig zu erwarten. Ich bin im Laufe der Jahre zu dem Glauben gelangt, dass die Masse überwiegend aus Trotteln oder Psychopathen besteht.

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Hoffnungsvolle Zeichen: E-Mail
Verfasst von Bill Bonner, Investor Verlag Bonn   
14.01.2005

Bill BonnerIrgendetwas Bemerkenswertes ist Ende letzten Jahres geschehen: Die US-Konsumenten haben zurückgesteckt. Im November sind die Konsumentenschulden deutlich gesunken, so stark wie seit 60 Jahren nicht mehr. Ich werde darauf zurückkommen ... aber zunächst einmal gibt es noch mehr Zeichen dafür, dass die westliche Zivilisation in Gefahr ist.

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Brände im Kohlelager

Nach Bränden im neuen E.ON-Kohlelager:
BI erstattet Strafanzeige gegen Regierungspräsidenten und andere Verantwortliche

Nach der Selbstentzündung der Kohle im weltgrößten Kohlelager am E.ON-Standort Staudinger und dem damit verbundenen Entweichen bisher unbekannter Gase auf die Bevölkerung in Großauheim erstattete die Bürgerinitiative Stopp Staudinger Strafanzeige bei der Hanauer Staatsanwaltschaft.

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Wer' s glaubt...

Frage an die Fatawa:
"Wird das Beten ungültig, wenn ein Hase vor einem Betenden vorüber läuft?"

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Wir sind Psycho

(jgd) Jürgen Dick, der mentale Überbau des "Bruchköbeler Kuriers" emittierte 2006 Feingeistiges zu meinem Magazin. Ob dieser Gigant des gedrechselten Satzes wohl Sprechstunden anbietet? Nach der Lektüre seiner Analyse brauche ich dringend eine erleichternde Sitzung.

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Nich nur Tee-Shirts

so much
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